Besuch des DDR Museum Radebeul

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©panthermedia.net Toni Anett Kuchinke

Viele Menschen möchte wissen, wie man in der DDR gelebt hat: junge Menschen aus dem Ostteil des Landes, Leute aus dem Westteil und Interessierte aus aller Herren Länder. Es ist schwer vorstellbar, wie das Leben jenseits des “eisernen Vorhangs” gewesen ist. Das DDR Museum Radebeul hat eine einzigartige Ausstellung geschaffen. In der Umgebung eines ehemaligen volkseigenen Betriebs sind nun Zeitdokumente ausgestellt – von Ata bis MZ.

Bei dieser Ausstellung geht es weniger um die Politik dieses Landes, das es nicht mehr gibt. Es wird veranschaulicht, wie Menschen dort im Alltag gelebt haben, wie sich gearbeitet haben und mit welchen Fahrzeugen sie unterwegs waren.

DDR Museum Radebeul – Ostalgie, ohne ostalgisch zu sein

Auch für Menschen, die die ehemalige DDR nicht nur in jungen Jahren erlebt haben, ist diese Ausstellung mehr als ein Blick zurück. Die Bewahrung all der Erinnerungsstücke soll einen Einblick vermitteln, wie das Leben in der DDR wirklich war. Geschichte wird dadurch nachvollziehbar und anfassbar – jenseits aller politischen Geschehnisse oder Vorurteile, die es bis heute gegenüber Ostdeutschland gibt. Die Darstellung des Alltagslebens vermittelt ostdeutsches Lebensgefühl – um nicht zu vergessen und sich mit dem realen Leben des Landes vertraut zu machen.Eine angeschlossene Gastronomie macht das Leben der DDR auch kulinarisch erfahrbar. 

Unterbringung in einem VEB

Das DDR Museum Radebeul ist in einem ehemaligen Kraftanlagenbau untergebracht – in einem ehemaligen volkseigenen Betrieb, kurz VEB genannt. Das schafft natürlich für die Ausstellung ein ganz besonderes Flair. Das Gebäude ist in seiner Ursprünglichkeit soweit wie möglich erhalten geblieben. Es steht in einem Vorort Dresdens, in Radebeul. Das Erdgeschloss widmet sich dem Thema Mobilität. Wenige Autos sowie ständig überfüllte Eisenbahnen machten das Leben in der DDR aus. Das erste Stockwerk beschäftig sich mit den Arbeitsbedingungen in der EX-DDR, das dritte mit der Lebensart rund um Wohnen, Kultur, Sport und Freizeit. Im vierten Geschoss kann man sich mit öffentlichen Einrichtungen und Verbänden beschäftigen.